Juli 2010


Zwei chinesische Beiträge gab’s auf dem großen Sommerfest des Ausländerbeirats am Sonntag, den 25. Juli: Auf der Bühne tanzten zwei von der chinesischen Volkstanzgruppe (Leiterin: Min Zhou) und hatten wohl das größte Publikum von allen: In einem der Kunsthandwerks-Pavillons führte ein junger Kalligraphie-Künstler vor, wie man wunderschön schreiben kann: Stundenlang malte er, zeigte er, erklärte er, half er — der Andrang war riesig, so konnte er keine Pause machen. Gegen sechs Uhr war er dann ziemlich geschafft. Erstaunlich, wie sehr junge Leute fasziniert sind von dieser Kunst des schönen Schreibens …

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am Sonntag, den 25. Juli
14.00 – 21.00 Uhr

im Westpark
(Westhälfte, in der Nähe des Sees)
veranstaltet der
Ausländerbeirat München
wie jedes Jahr wieder
sein ebenso populäres wie buntes

INTERNATIONALES SOMMERFEST

( >>> hier der Flyer des Ausländerbeirats dazu)

Auf der Bühne ist von 14 Uhr ab unentwegt und auf hohem Niveau was los:
ein internationales Tanz- und Musikprogramm, türkisch, kroatisch, spanisch, griechisch, brasilianisch, balkanisch …

und
Chinesischer Pfauentanz:
Min Zhou und ihre chinesische Volkstanzgruppe
sind für 16.55 Uhr angekündigt.

Am Rande der Wiese gibt es den Kunsthandwerkermarkt, darunter einen Stand, bei dem Sie oder Ihre Kinder chinesische Scherenschnitte basteln können, und einen, bei dem Sie chinesische Kalligraphie probieren  können (das ist der Beitrag der Confucius Class Munich).

Außerdem wird ein Haus der Integration gebaut. Unter dem Motto „Heimat schaffen für alle“ bietet der Ausländerbeirat – zusammen mit der Inneren Mission und der Caritas – ein außergewöhnliches Bauprojekt an. Baumaterial und Schutzhelme stehen zur Verfügung. Am Ende des Tages soll ein schönes buntes Haus der Integration im Westpark stehen – ein Haus, an dem sicherlich noch oft weiter gebaut wird. 

Für Kinder gibt’s Spiel- und Sportmöglichkeiten – Hüpfburg, Kletterturm Seilgarten, Münchner-Kindl-Parcour, Mal- und Bastelaktionen mit dem Münchner Spielkistl. Polizei und Feuerwehr sind mit ihren Autos vor Ort und können von Groß und Klein besichtigt und „besetzt“ werden.

Etwa um 15 Uhr kommt Münchens OB Christian Ude vorbei.

Es wird natürlich auch wieder internationale Gastronomie geben, und viele Infostände, bei denen man sich gut über alles  informieren und unterhalten kann, was mit Migration und Integration zu tun hat.

Den Abend wird ab ca. 20.15 Uhr fetzige Afro-Music beenden.

Wo in München steht diese Statue von Konfuzius?

Der Ort ist zentral – und doch versteckt. Sie sind ihm schon oft recht nah gewesen, ohne etwas von diesem kleinen Park und dieser Statue zu ahnen.

Er würde Sie gerne mal begrüßen. Vielleicht erzählt er Ihnen auch etwas, wenn Sie sich vor ihn setzen und anschauen. Eine Wiese und zwei Bänke links und rechts stehen dazu bereit:

Also, wo in München ist das?

(mehr …)

Ein Jour-Fixe-Abend der Stiftung ex oriente mit ZWEI Höhepunkten:

Erst begeisternde mongolische Musik – Khukh Mongol musste zur Zugabe antreten.

Dann ein beeindruckender, gedanken- und bildreicher Dokumentarfilm über die Rückkehr des Buddhismus in die Mongolei – am Beispiel der Malerei.

Thomas Gonschior führt in seinen Film ein.

Thomas Gonschior fährt in die Mongolei, bekommt dort umstandslos eine Drehgenehmigung, ohne schon so recht zu wissen, was er denn nun aufnehmen wird – und es wird ein Dokumentarbericht, der Bestand haben wird. Den Film kann ich hier nicht zeigen, auch nicht Bilder daraus. Also begnüge ich mich mit zwei Zitaten von Lama Purevbat:

Wer sich selbst erkennt, erkennt die ganze Welt.

Die Aufgabe ist, das Böse in sich selbst überwinden.

Vor dem Film haben zwei Mitglieder der mongolischen Gruppe Khukh Mongol (Die Blauen Mongolen) eine Musik vorgeführt, die ebenso fremdartig wie faszinierend war. Das Outfit passt dazu:

Der Mann rechts spielt die Schwanenhals-Laute, der links die Pferdekopf-Geige. Beide singen – der Mann links auf eine Weise, wie Sie wohl noch nie jemanden haben singen hören. Es ist „Kehlkopfgesang“. Eine schwache Ahnung davon bekommen Sie, wenn jemand jodelt. Hier wird es zum Gesang. In der tiefen Lage brummt das mächtig wie der Grizzlybär in der Märchenwelt, in der hohen Lage wird es metallisch. Der Mann singt – und oft bewegen sich dabei die Lippen – nicht. Gleichzeitig spielt er seine Geige – als ob es zwei Geigen wären.

Merken Sie sich den Namen Khukh Mongol! Ein Konzert mit dieser Gruppe (hier waren nur zwei von ihnen da) oder eine CD von ihnen – das lohnt sich. Das ist hohe Musikkunst – und mitreißend noch dazu.

Anna V. (mit dem Zertifikat) und ihre Lehrerin, Frau Lai im Flut der CCM

Anna V. ist vor 20 Jahren aus Spanien gekommen und arbeitet als Europäische Beamtin. Sie spricht von zu Hause aus Spanisch und Baskisch, als Arbeitssprachen Deutsch, Englisch und Französisch, dazu noch etwas Russisch, Arabisch und Japanisch – und Chinesisch.

Chinesisch hat sie schon in Bilbao ein wenig gelernt. In Deutschland hat sie bei der VHS mal zwei Semester Chinesisch belegt und schließlich das neue Konfuzius-Institut entdeckt. Hier hat sie bei Frau Lai Wirtschaftschinesisch gelernt und jetzt die offizielle HSK-Prüfung bestanden.

Am 16. Mai hat sie zunächst um 9 Uhr den HSK-Niveau-1-Test gemacht (ca. 1 Stunde Hör- und Leseverstehen mit Pinyin-Unterstützung), dann, nachdem es gut gelaufen ist, gleich mit dem HSK-Niveau-2-Test weitergemacht und schließlich noch den HSK-Niveau-3-Test angeschlossen: Hier kommt das Schreiben hinzu und fällt die Pinyin-Unterstützung weg.

Anna V. hat auch diese Stufe bestanden.

Wieso Chinesisch?

Anna V.: Das kann man nicht so leicht erklären. Da ist mein Interesse an fremden Kulturen, und die kann man besser verstehen, wenn man die Sprache lernt. Es ist meine Leidenschaft, fremde Sprachen zu lernen, und damit nicht aufzuhören. Vielleicht hat mein Baskisch etwas damit zu tun: Das ist eine geheimnisvolle Sprache ohne engere Verwandtschaft mit anderen Sprachen. Niemand weiß so recht, woher diese Sprache kommt. Im Moment denke ich, ich könnte Chinesisch auch beruflich brauchen. China öffnet sich, und der Austausch mit China intensiviert sich. Da hilft es, wenn man etwas Chinesisch kann.

Wie sind Sie auf die CCM gekommen?

Durchs Internet. Ich habe auch gleich gemerkt, dass es hier sehr gute Lehrkräfte gibt.

Ist Chinesisch nicht ziemlich schwer, vor allem, wenn man es nicht mehr mit der Sprachlernfähigkeit eines Kindes zu lernen versucht?

Anna V.: Eine Sprache hilft der anderen, und so hilft es, dass ich schon viele andere Sprachen gelernt habe. Außerdem ist es von Vorteil, wenn man die Muttersprache auf hohem Niveau spricht. Lesen und Schreiben fallen mir leicht – das Hörverstehen macht die meisten Schwierigkeiten. Nun, der Weg zum Erfolg ist voller Mühen … (Das sagt Anna V. zunächst auf Chinesisch.) Mir gefällt es, und auf dem Weg gibt es viele kleine Belohnungen, die Mut machen, so dass man nicht aufgibt.

Sind Ihre Kinder auch so interessiert an Sprachen?

Anna V.: Sie lernen auch fleißig Fremdsprachen. Ob sie so viel Leidenschaft für Sprachen entwickeln werden wie ich, das wird sich zeigen. Sie sind ja noch jung.

Anna V. macht jetzt erst einmal Urlaub. Ich werde mit ihr danach einmal ausführlicher über das Chinesisch-Lernen, den Test und ihren Eindruck von der chinesischen Kultur sprechen.

Der nächste HSK-Test ist am 13. November (Stufen 1-3) und 14. November (Stufen 4-6). Mehr über HSK erfahren Sie auf dieser Seite.

Für Insider: Stufe 3 entspricht der Stufe B1 des Europäischen Referenzrahmens. Das ist das Niveau. das zum Beispiel Migranten in den Orientierungskursen nach 600 UE erreichen sollen.

Entschuldigt die kleine Pause, die ich mir gegönnt habe. Ich bin wieder zurück …

>>> hier der Grund meines CCM-Blogurlaubs.