Ein Jour-Fixe-Abend der Stiftung ex oriente mit ZWEI Höhepunkten:

Erst begeisternde mongolische Musik – Khukh Mongol musste zur Zugabe antreten.

Dann ein beeindruckender, gedanken- und bildreicher Dokumentarfilm über die Rückkehr des Buddhismus in die Mongolei – am Beispiel der Malerei.

Thomas Gonschior führt in seinen Film ein.

Thomas Gonschior fährt in die Mongolei, bekommt dort umstandslos eine Drehgenehmigung, ohne schon so recht zu wissen, was er denn nun aufnehmen wird – und es wird ein Dokumentarbericht, der Bestand haben wird. Den Film kann ich hier nicht zeigen, auch nicht Bilder daraus. Also begnüge ich mich mit zwei Zitaten von Lama Purevbat:

Wer sich selbst erkennt, erkennt die ganze Welt.

Die Aufgabe ist, das Böse in sich selbst überwinden.

Vor dem Film haben zwei Mitglieder der mongolischen Gruppe Khukh Mongol (Die Blauen Mongolen) eine Musik vorgeführt, die ebenso fremdartig wie faszinierend war. Das Outfit passt dazu:

Der Mann rechts spielt die Schwanenhals-Laute, der links die Pferdekopf-Geige. Beide singen – der Mann links auf eine Weise, wie Sie wohl noch nie jemanden haben singen hören. Es ist „Kehlkopfgesang“. Eine schwache Ahnung davon bekommen Sie, wenn jemand jodelt. Hier wird es zum Gesang. In der tiefen Lage brummt das mächtig wie der Grizzlybär in der Märchenwelt, in der hohen Lage wird es metallisch. Der Mann singt – und oft bewegen sich dabei die Lippen – nicht. Gleichzeitig spielt er seine Geige – als ob es zwei Geigen wären.

Merken Sie sich den Namen Khukh Mongol! Ein Konzert mit dieser Gruppe (hier waren nur zwei von ihnen da) oder eine CD von ihnen – das lohnt sich. Das ist hohe Musikkunst – und mitreißend noch dazu.

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