Musikalisch auf Reise mit Konfuzius München –

Gastauftritt von Deng Xiaomei und Internationalem Ensemble bei der Langen Nacht der Musik 2012

„Musik allein ist die Weltsprache und braucht nicht übersetzt zu werden.“, sagte bereits der deutsche Schriftsteller Berthold Auerbach. Und bei der Langen Nacht der Musik am Abend des 28. April 2012 hat München auf alle Fälle wieder einmal bewiesen, dass dieses Zitat immer noch seine volle Gültigkeit besitzt.

Im gesamten Stadtgebiet lockten insgesamt 123 Spielstätten mit einem internationalen musikalischen Programm aus den verschiedensten Musikgenres. Angefangen bei Blues über elektronische Tanzmusik bis hin zu Indie und lateinamerikanischen Rhythmen war alles geboten, was das Herz des Musikfreundes begehrt.

Wir, das Team von Konfuzius München, haben uns gefreut, dieses Jahr bereits zum zweiten Mal mit unserem Programm zur musikalischen Vielfalt des Events beitragen zu können. Denn vielfältig waren die Klangwelten, die es in unserer Spielstätte, dem Café Indigo in der Karlstraße, zu hören gab, allemal.

Unser Gast und zugleich Künstlerin für den Abend war die aus Peking stammende Erhu-Virtuosin Deng Xiaomei, die gemeinsam mit ihrem internationalen Ensemble traditionelle chinesische Musik mit europäischer Klassik, Jazz, Blues und lateinamerikanischen Rhythmen mischt. (Die Erhu ist ein klassisches chinesisches Musikinstrument.)

Für wen diese Mischung auf den ersten Blick etwas ausgefallen klingt, dem sei wärmstens ans Herz gelegt, sich auf einem der Tour-Konzerte von Frau Deng mit den eigenen Ohren von dem innovativen Potential des Musik-Projekts zu überzeugen. Die in Mannheim lebende Künstlerin und ihr Ensemble haben nicht nur ein interessantes, abwechslungsreiches und vor allem inspirierendes Programm auf den Weg gebracht, sondern bieten gleichzeitig eine akustische Reise durch die internationale Vielfalt unserer heutigen Musikwelt an.

Sicherlich war es auch genau diese Reiselust, die in der ersten lauen Frühsommernacht zahlreiche Besucher zu einem Abstecher ins Café Indigo animiert hat. In den kurzen Programmpausen hatten die Zuhörer zudem genügend Möglichkeiten zum persönlichen Gespräch mit den Künstlern.

Natürlich blieb bei so viel Kontaktfreude seitens der Künstler auch Raum für Fragen zu Ursprung, Idee und Umsetzung dieses atemberaubenden musikalischen Zusammenspiels.

Für uns als Träger einer der vielen Musikveranstaltungen des Abends war es auf jeden Fall eine riesengroße Freude, mitzuerleben, wie Deng Xiaomei und ihr Ensemble Musikstile und Rhythmen aus den verschiedensten Ecken der Erde gemeinsam „zu Wort kommen“ ließen. Die Künstler haben mit ihrem Programm eindrucksvoll bewiesen, dass das musikalische Zusammenspiel verschiedener Kulturen durch und durch harmonische Sinfonien hervorbringt.

Übersetzer hat trotz dieser sprachlichen und kulturellen Vielfalt aber niemand gebraucht, denn dass Musik vor allem eine Riesenmenge Spaß macht, das kann wirklich jedermann leicht verstehen.

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