Am 12. Juni 2013 fand im Kino Monopol in München-Schwabing die Eröffnungsfeier der Münchner China-Filmtage statt, ein Projekt, das von Sinologie-Studenten der Ludwig-Maximilians-Universität München in Zusammenarbeit mit dem Konfuzius-Institut München organisiert wurde. Fünf Tage lang wurden berühmte Kampfkunstfilme, auch Martial Arts Filme genannt, in chinesischer Originalfassung gezeigt. Parallel dazu hielten Professoren und Gelehrte im Auditorium der LMU Vorträge zu diesbezüglichen Themen.

Die Eröffnungsfeier fand in der neu eingerichteten Kino Bar statt. Nach Eröffnungsreden von Frau Fangfang Gao, Leiterin des Konfuzius-Instituts, und den Organisatoren des Projekts, u. a. Frau Anna Stecher und Frau Katarina Cvitic, hatten die Gäste Zeit, sich zu unterhalten. Es gab traditionelles chinesisches Essen und Schüler der WuYuan Kampfkunstschule in München führten den chinesischen Löwentanz auf, bei dem zwei Tänzer unter einem bunten Löwenkostüm steckten und sich zum Trommelschlag bewegten.  Anwesende Professoren und Studenten gaben auf die Frage, wieso sie sich dazu entschieden haben, sich mit China zu befassen, immer dieselbe Antwort: Das Interesse am Entdecken und Kennenlernen des Fremden hätte sie zu dieser Entscheidung geführt und zu tollen Projekten wie eben auch den Filmtagen motiviert. Später wurden die Gäste vom tanzenden Löwen nach unten zu den Kinosälen geleitet, wo der erste Film „A touch of Zen“ auf das Publikum wartete.

Vom 13.-15. Juni konnten sich besonders Interessierte vor dem Kinobesuch die genannten Vorträge in der LMU anhören. Der Sinologieprofessor Hans van Ess hielt den Vortrag „Der Ursprung des Robin Hood Ideals im alten China“; Prof. Stefan Kramer,  extra aus Leipzig angereist, referierte über „Ästhetische Raum-Zeiten oder die Symbiose von Kino und Martial Arts“;  Tim Trausch, ein Dissertant der LMU, berichtete „Vom Visuellen und Performativen – Eine Geschichte des chinesischsprachigen Martial Arts Films“. Die Zuhörer konnten viele neue Kenntnisse mitnehmen.

An den Filmtagen konnte man insgesamt sieben Filme anschauen. Am letzten Tag, dem 16. Juni, wurde als Highlight der Wong Kar-Wai Film „The Grandmaster“ gezeigt. Die deutsche Fassung des Films läuft übrigens gegen Ende des Monats in Deutschland an. Der Film war, den Reaktionen der Zuschauer nach, sehr eindrucksvoll und bildete einen krönenden Abschluss der Filmtage, die allen Teilnehmern einen vielfältigen und informativen Einblick in die chinesischen Kampfkunstfilme gewährt hat.

Hannah Yingying von Minden

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