93. Jour Fixe

der Stiftung ex oriente-Chinas Sprache, Kultur und Wirtschaft in Deutschland

am Freitag, den 10. Oktober 2014, um 19:30 Uhr

Ort:  Hofstatt 1 (Färbergraben 16), 5. Stock, 80331 München

c/o P+P Kanzlei Pöllath + Partners

Das Steppenkind: Vortrag von Sibylle May

 

Die Mongolei – bis heute geprägt durch die Kultur der Nomaden, eine Kultur, in deren Mittelpunkt das Leben mit und durch die Natur steht. Und es ist ein hartes Leben, bestimmt durch das raue Klima, die karge Vegetation und durch die ewige Suche nach neuen Weideflächen und Wasser für die Herden.

Der Druck ist groß, das Nomadenleben aufzugeben. Die Menschen sehnen sich nach dem »westlichen Wohlstand« und träumen von einem bequemen und sicheren Leben in der Stadt. Doch dort warten Arbeitslosigkeit und soziale Verwahrlosung. Die Chancen für eine mittellose Nomadenfamilie, in der Stadt ein Auskommen zu finden, sind schlecht.

Auch wenn das Nomadenleben mitunter hart ist, führen die meisten Nomadenfamilien ein erfülltes Leben, geprägt durch menschliche Wärme, Gastfreundschaft und Würde der Alten. Ihre Kinder gehen während der langen mongolischen Winter in die Schule, aber im Frühling, wenn die Arbeitskraft der Kinder benötigt wird, helfen sie ihren Eltern, und müssen manchmal hart arbeiten. Den meisten bleibt aber noch viel Zeit zum Spielen.

Das Projekt Steppenkind fördert Nomadenkinder in Khaliun Sum/Gobi-Altai-Distrikt im Westen der Mongolei in ihrer schulischen und beruflichen Ausbildung. Die Kinder werden auch mit praktischen Hilfen, warmer Kleidung, Schulmaterial, Ergänzung der Schulspeisung und anderem unterstützt.

Inzwischen hat das Berufstraining für Jugendliche begonnen. In der Lehrwerkstatt zur Reparatur von Motorrädern werden seit Juni 2014 zehn Jugendliche ausgebildet.

Die  großzügige Spende der Stiftung „Ein Herz für Kinder“ ermöglichte uns zu unserer großen Freude, die lebenswichtige Versorgung der Kinder mit sauberem Wasser voranzubringen.

Wir freuen uns über Ihr Interesse:  www.steppenkind.de

Sibylle May hat mit einer Freundin 2010 die Initiative gegründet, nachdem sie seit mehr als 10 Jahren jährlich mit dem Zelt durch die Mongolei gereist ist und dabei immer wieder Kontakt zu Nomadenfamilien hatte.

 

Wir freuen uns auf Ihr Kommen!

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