China-Information


Frauen in Chefetagen – Frauen als Managerinnen in der Wirtschaft sind immer noch in der Minderheit. Sie holen in einigen Ländern auf, fallen in anderen zurück.

Wo stehen hier Deutschland und China? Was sagt Ihnen dazu Ihre Intuition?

Reihen Sie die folgenden 10 Länder nach dem Anteil von Frauen in wirtschaftlichen Führungspositionen (senior management positions).

Der Durchschnitt beträgt 24%.
5 Länder liegen drüber, 5 drunter.
Das frauenstärkste Land liegt bei 42%, das frauenschwächste bei 7%.

Hier nun die 10 Länder in alphabetischer Reihenfolge. Kopieren Sie sich erst diese Liste, schreiben Sie dann 1 in die Klammer hinter das Land, das Ihrer Meinung nach den höchsten Frauenanteil an Managerinnen hat, etc, – und klicken Sie bitte erst dann auf Weiterlesen, um zu sehen, wie Sie’s getroffen haben!

Brasilien (  )
China (  )
Deutschland (  )
Frankreich (  )
Indien (  )
Japan (  )
Polen (  )
Russland (  )
Türkei (  )
USA  (  )

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www.asiastudies.de
POLITIK-WIRTSCHAFT-KULTUR ASIENS

Michael Ragg

Die Entwicklung des Christentums
in der Volksrepublik China

Donnerstag 20.05.2010
18 Uhr c.t.
Oettingenstraße 67, Raum 151

„Christ sein ist in China modern“, sagt der katholische Journalist Michael Ragg. Mehrfach reiste er für das katholische Hilfswerk „Kirche in Not“ in das bevölkerungsreichste Land der Erde. In der AG Asien berichtet er von seinen Erfahrungen und stellt sich einer spannenden Diskussion über die Zukunft des Christentums in China und der Welt.

Die Arbeitsgruppe Politik-Wirtschaft-Kultur Asiens ist eine interdisziplinäre Initiative Studenten aller Münchner Hochschulen. In wöchentlichen Sitzungen beschäftigt sie sich mit Themen rund um Asien und versucht durch öffentliche Vorträge das Interesse an Asien zu fördern.

Mehr über die AG Asien auf www.asiastudies.de

Eine Kooperationsveranstaltung von
Stiftung ex oriente
Confucius Class Munich
und der AG Asien an der LMU

V.i.S.d.P. Thomas Kösters, Kirchenstraße 81, 81675 München; http://www.asiastudies.de; asiastudies@gmx.de

Wieviel Straßen, Benzin und andere Ressourcen würde China in Anspruch nehmen müssen, würde das Land wie die USA und der Großteil Europas mehr als 1 Auto pro 2 Personen anstreben? Wieviel Umweltbelastung, wieviel Stadtzerstörung?

Rhetorische Fragen. China setzt auf die Eisenbahn. Auf Massenverkehrsmittel.

Das Bahnnetz soll bis 2012 von derzeit 85.000 auf 110.000 Kilometer anwachsen. Weitere 50.000 bis 60.000 Kilometer könnten nach der langfristigen Planung bis 2020 hinzu kommen. 13.000 der neuen Streckenkilometer, die spätestens 2012 fertig sein sollen, werden von Hochgeschwindigkeitszügen befahren werden. Zum Teil werden diese von ausländischen Herstellern geliefert, zum Teil stammen sie aber aus chinesischer Fertigung, die derzeit allerdings noch viel lizenzierte fremde Technik verwendet.

Die dafür vom Staat zur Verfügung gestellten Mittel wachsen sprunghaft. Aber der Chinesische Bahn-Ehgeiz geht über China hinaus:

Geplant sind Strecken durch Vietnam nach Singapur, durch Myanmar (Burma) nach Indien und eventuell bis in den Iran, nach Zentralasien sowie durch Russland bis nach Europa. Außerdem wird die neue Strecke, die seit kurzem die Hauptstadt der autonomen Provinz Tibet mit dem chinesischen Netz verbindet, wohl demnächst in Richtung Grenze verlängert und könnte mittelfristig bis nach Nepal führen.

Auf die Bahn-Direktverbindung München-Peking werden wir aber wohl doch noch ein wenig warten müssen.

—-

Quellen: Telepolis und China View

BeimVolkskongress der KPChina in diesem März gab es Stimmen, die die vom Staat durchgesetzte Ein-Kind-Politik in Frage stellten.

Seit 30 Jahren nun wird diese drastische Bevölkerungspolitik praktiziert. Mit offensichtlichem Erfolg. Das Bevölkerungswachstum wurde gestoppt. Der Geburtenüberschuss ist von ca. 2,6% im Jahre 1970 auf inzwischen 0,5% gefallen. 1960 lag das Durchschnittsalter der Chinesen bei 22 Jahren, heute liegt es bei 34 – und es steigt. (Deutschland: 44 Jahre!)

Diese demographische Entwicklung war eine der Bedingungen für den Aufstieg Chinas seither.

Gleichzeitig verändert die Schrumpfung der Familie China auch kulturell. Alle Aufmerksamkeit konzentriert sich nun auf das EINE Kind, und dieses hat keine Geschwister, von denen und mit denen es lernen kann, wie man miteinander umgeht. Es ist eine Welt ohne Geschwister – damit auch ohne Onkel und Tante …

Ein weiteres damit zusammenhängendes Phänomen: Auf 100 Mädchen werden etwa 120 Jungs geboren – männlicher Nachwuchs wird oft bevorzugt. Ein Fünftel der Männer wird nicht heiraten können …

Politisch bedeutsam sind aber zunächst die zwei demographischen Probleme, die aus der chinesischen Bevölkerungspolitik folgen:

  • das Land altert rapide – der Anteil der jungen Menschen, die die älteren über Steuern oder direkt ernähren, nimmt ab;
  • die Bevölkerung wächst zurzeit noch ganz leicht an, wird aber bald zu schrumpfen beginnen – die Geburtenziffern gehen (bei 1,4 bis 1,6 Kindern pro Frau) zurück, ein sich selbst verstärkender Prozess, solange die Ein-Kind-Politik durchgesetzt wird …

Beides wird sich in den kommenden Jahren in dramatischer Weise bemerkbar machen. Zuerst in der Frage: Wie lange noch reicht das Reservoir der billigen Arbeitskräfte vom Lande? Füher einmal war es „schädlicher Bevölkerungsdruck“; heute wertet man es als „menschliche Ressourcen“.

Ökonomisches Interesse wird also vermutlich bald zu einer Lockerung der Ein-Kind-Politik führen. Erste Anfänge sind schon gemacht: Zwei Einzelkinder dürfen als Paar zwei Kinder bekommen.

Quellen: Danwei; Handelsblatt; Fischer Weltalmanach 2010

Das Jahr des Tigers hat begonnen. Was sagen die Chinesischen Tiger dazu?

Der Südchinesische Tiger ist „ursprünglicher“ und etwas kleiner als der Sibirische oder der Bengalische. Er war einmal in ganz Südchina stark verbreitet. 1949 soll es schon nur noch ca. 4 000 gegeben haben. Zu Zeiten von Maos Großem Sprung gehörte er zu den „Plagen“, zum „Ungeziefer“, war zur Ausrottung freigegeben. 1977 wurde die Jagd auf ihn dann doch verboten, aber wohl zu spät. Einige Jahre später zählte man wieder und fand gerade noch 200 Exemplare. Heute nimmt man offiziell an, die Zahl sei auf 20 bis 30 Exemplare in freier Wildbahn gesunken – aber auch von denen hat man schon seit den 80er Jahren keines mehr gesichtet.

Vielleicht gibt es also schon keine frei lebenden Südchinesischen Tiger mehr.

Etwa 80 leben noch in Zoos. Gefangenschaft und Inzucht erlauben es nicht, dass sie sich vermehren. Ihr Ende ist vorprogrammiert.  

Und es gibt eine Handvoll in – Südafrika: Li Quan hat die Organisation Save China’s Tigers gegründet, fünf Südchinesische Tiger aus chinesischen Zoos erhalten und in einem 300 qkm großen Reservat in Südafrika für sie ein Auswilderungsprogramm gestartet. Diese Tiger lernen wieder das Jagen und sollen mit ihrem Nachwuchs später in eigens dafür vorgesehenen Gebieten in Südchina wild leben dürfen. (Hier ein tigerstarkes Interview mit Li Quan, dazu viele Fotos!)

Es muss sich erst noch zeigen, ob das Projekt Erfolg haben wird. Und ob es die in China ausgesetzten Tiger schützen kann vor dem gierigen Bedarf an Tiger-Medizin und der Angst der Menschen, die mit diesen Raubkatzen zusammen leben müssen.

Das erinnert uns hier in Deutschland an die umstrittene Jagd auf aus dem Wildgehege ausgebrochene Wölfe im Bayerischen Wald und an das traurige Schicksal eines jungen eingewanderten Bären namens Bruno …

Die Wölfe, Bären und Tiger schweigen – aber ich meine zu vernehmen, wie in ihrem Schweigen ein Fluch liegt.

Ergänzung:

Der letzte Indochinesische Tiger in China ist letztes Jahr von Dorfbewohnern getötet und verspeist worden. Die wenigen, die noch in Vietnam leben, werden gejagt, um Chinas Apotheken mit Tigerknochen und anderen Medizinen zu versorgen.

Es gibt in China außerdem eine große Tigerfarm, in der an die 1 500 Tiger verschiedener Arten gehegt, geschlachtet und zu Medizin verarbeitet werden.

China hat viele Nachbarn – davon 14 mit Landgrenze zu China.

Welche? – Können Sie sie aufzählen – ohne Atlas – und in einer richtigen Reihenfolge?

Welches Land hat mehr – und eine längere Landgrenze als China?

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Wie heißt Chinas Währung:

    Renminbi
oder
   Yuan?

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